St. Maximilian Kolbe
Konzeptformulierung
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© 2013 St. Maximilian Kolbe
 

Konzeptentwurf des Familienzentrums St. Maximilian Kolbe

in Gremberghoven, Eil und Finkenberg

 

1. Präambel

Das Familienzentrum St. Maximilian Kolbe in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Maximilian Kolbe versteht sich als Netzwerk katholischer Kindertagesstätten in Verbindung weiterer Einrichtungen und Dienste für Familien zur Förderung von Kindern mit familienunterstützenden Charakter. Vorrangiges Ziel ist die Stärkung der Bildungskompetenz von Kindern und die Unterstützung der Erziehungskompetenz von Eltern.

Die gesellschaftlichen Entwicklungen erfordern eine permanente Anpassung an neue Situationen und Herausforderungen. Die Lebensqualität entscheidet sich am Wohnort im Sozialraum. Ein sozialräumliches bedarfsorientiertes Kernangebot und die Vereinbarkeit  von Familie und Beruf sind Schwerpunkte unseres Angebotes. Die frühmögliche Förderung mit unterschiedlichen Fachleuten, einer Multiprofessionalität, ist ein Kerngedanke unserer Zusammenarbeit. Die Alltagsnähe und das Vertrauensverhältnis zu den Kindertageseinrichtungen fördern einen niederschwelligen Zugang, der besonders verstärkt wird durch die Kooperation mit anderen sozialen Diensten. Stärkende, präventiv angelegte Angebote und Hilfen für Eltern, Kinder, Jugendliche aller Altersstufen, Senioren und Seniorinnen im Sinne des Mehrgenerationsansatzes stehen dabei  im Vordergrund. Die Zusammenführung  von Bildung, Erziehung, Betreuung und Begegnung   als Aufgaben der Kindertagesstätten mit Angeboten der Beratung und Hilfen für Familien  sind vorrangiges Ziel. Auch die Entwicklung interkultureller Kompetenzen ist ein Schwerpunkt unseres Familienzentrums.  Ein weiterer Aspekt bildet die Vermittlung von Tagesmüttern und Tagesvätern.

Das Familienzentrum ist ein Ort, an dem der Glauben im Alltag gelebt wird, Erfahrungen im Raum der Liturgie und im Glauben sowie in der Gemeinschaft ermöglicht ,der Dienst am Nächsten und in der Gesellschaft praktiziert wird. Die bereits erwähnten Schwerpunkte sind verknüpft mit pastoralen Anliegen und Aufgaben von Kirche und Gemeinde, herausgefordert in einem Stadtteil mit multikultureller und pluraler Bevölkerungsstruktur. Die im Familienzentrum vereinten sozialen und pastoralen Angebote der Kindertagesstätten und ihrer Kooperationspartner beruhen auf einer christlichen Grundhaltung und richten sich an alle Menschen des Sozialraumes, ungeachtet von Religion und kultureller Herkunft.

Unser Motto: „Gemeinsam macht stark…“

 

2. Sozialraumbeschreibung

2.1. Sozialraumanalyse (siehe Anhang)

2.2. Beschreibung des Wohngebietes

Das Gebiet der Pfarrei St. Maximilian Kolbe kennzeichnet ein Gebiet, das mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Problemen behaftet ist. Besonders im Vordergrund steht die hohe Anzahl von Familien mit mehreren Kindern, darunter viele ausländische Mitbewohner und Einwohner mit Migrationshintergrund. Hinzu kommt ein hoher Anteil von Aussiedlern und ein erheblicher Anteil sozial schwacher Familien. Die soziale Armut, besonders in Finkenberg und in Gremberghoven, ist durch eine hohe Arbeitslosigkeit, vor allem der Jugendlichen, geprägt, aber auch durch eine schlechte Einkommenssituation. Die Wohnraumsituation ist im Vergleich ungünstig( Hochhaussituation), die Spielmöglichkeiten sind begrenzt. In Porz-Ost und Eil-Süd sind der hohe Anteil der Alleinerziehenden und Patchworkfamilien bemerkenswert.

 

3. Organisationsform und Kooperationen

Die Pfarrei St. Maximilian Kolbe ist der Träger des Katholischen Familienzentrums St. Maximilian Kolbe. Das Katholische Familienzentrum ist ein Netzwerk aus der Schwerpunkteinrichtung KiTa St. Maximilian Kolbe und der KiTa St. Fronleichnam und den Kooperationspartnern.

Das Katholische Familienzentrum ist ein Netzwerk mit der:

-                    Kindertagesstätte St. Maximilian Kolbe (2 Kindertagesstättengruppen und eine Hortgruppe, Hortanteil bis 2010)

-                    Kindertagesstätte St. Fronleichnam (2 Gruppen, davon eine altersgemischte, ab 2008 eine U3-Gruppe)

Kooperierende Einrichtungen dieses Netzwerkes sind:

-                    Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder

des Caritasverbandes für die Stadt Köln e.V. (Köln-Porz)

-                    Katholische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen (Köln-Porz)

-                    Kinderzentrum Porz e. V.

-                    Katholisches Bildungswerk Köln

-                    Treffpunkt Familienbildungswerk Köln-Porz, e.V.

-                    Praxis Rodenacker, Krankengymnastik und Sprachtherapie

-                    Integrationshilfen, Diakonie Michaelshoven e. V.

-                    Sozialdienst Katholischer Männer, Büro Porz

-                    Abteilung Caritas und Gemeinde, Dekanat Porz

-                    OT Arche Nova, Haus der offenen Tür e.V.

-                    GGS Finkenberg

-                    Sozialraumkoordination Porz, Diakonie Michaelshoven e.V.

Alle kooperierenden Einrichtungen behalten ihr je eigenes Profil und Selbständigkeit.

Das Katholische Familienzentrum „St. Maximilian Kolbe“ versteht sich als eine Mischung aus dem Modell „Lotse“ (die Leiterinnen der Kindertagesstätten verweisen Hilfesuchende an die im Netzwerk integrierten Angebote weiter) und dem „Galeriemodell“. (unter dem Dach der Kindertagesstätte St. Maximilian Kolbe bzw. des Pfarrzentrums und in der Kindertagesstätte St. Fronleichnam finden Hilfs- und Beratungsangebote statt, ebenso im Räumlichkeiten des nahen Umfeldes)

 

4. Ziele des Katholischen Familienzentrums „St. Maximilian Kolbe“

Folgende Ziele wurden definiert:

-         Frühe Förderung der Entwicklungsprozesse von Kindern und Jugendlichen

-         Verbesserung der pädagogischen Arbeit durch tieferen Einblick in familiäre Situation

-         Zusammenführung von Bildung, Erziehung, und Betreuung als Aufgaben der Kitas mit Angeboten der Beratung und Hilfe für Familien

-         Bedarfsgerechte, sozialraumorientierte Planung der Angebote

-         Stärkung der Beziehungskompetenz aller Generationen und Nutzung gegenseitiger Kompetenzen

-         Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern

-         Eine Multiprofessionalität zur Stärkung in familienunterstützenden Angeboten

-         Stärkung von Migrationskompetenzen

-         Prävention gegen Gewalt

-         Prävention nach § 8a des Kinder- und Jugendhilfegesetzes zum Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung

-         Aufbau von Angeboten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

-         Förderung einer sinnvollen Freizeitgestaltung

-         Gesundheitsprävention

-         Ernährungsberatung

-         Therapeuten-Präsenz

-         Optimieren der Zusammenarbeit mit den Schulen

-         Aufbau eines Netzwerkes für Eltern und Kinder

-         Niederschwelligkeit der Angebote

-         Stärken der Eltern durch religiöse Angebote und „Erleben von Gemeinde“

-         Wertevermittlung

Zu den pastoralen Eckpunkten gehören:

-         Hinführung und Einübung des Glaubens im Alltag

-         Erfahrungen im Raum der Liturgie ermöglichen

-         aktive Teilnahme an Familienmessen und Kleinkindergottesdiensten und Gottesdiensten in den Kindertagesstätten

-         den Dienst am Nächsten in der Gesellschaft praktizieren

-         Erfahrungen von Gemeinschaft im Glauben ermöglichen

-         Stärkung der Eltern und der Familienpastoral

-         Glaubensförderung der Eltern

-         Angebot seelsorglicher Begleitung von Kindern, Eltern und Familien

-         Bildungskompetenz von Kindern

-         sinnvolle Freizeitgestaltung

-         Migrationsberatung

-         Kompetenzen der Väter stärken

-         Öffentlichkeitsarbeit

-         Vernetzung und Integration zur Jugendpastoral (Messdiener und Jugendforum, Kinderfreizeiten, Liturgische Nächte)

-         Kirchenmusik (Familienchor, Flötengruppen)

In beiden Kindertagesstätten wird der Bildungsauftrag umgesetzt mit besonderem Schwerpunkt der Sprachförderung. (Siehe Konzepte der Einrichtungen)