St. Maximilian Kolbe
Geschichte
http://www.st-maximilian-kolbe.de/geschichte-02.html

© 2018 St. Maximilian Kolbe
 

Geschichte von St. Fronleichnam

Die wichtigen Daten zur Errichtung und Ausstattung der Kirche im Überblick

 

01.02.1958           Gründung der Pfarrei St. Fronleichnam (durch erzbischöfliche Urkunde vom 20.11.1957)

24.11.1958           Erster Spatenstich zum Kirchbau

10.05.1959           Grundsteinlegung

06.06.1960           Einweihung zur Pfarrkirche

Mai    1963      Anbringung der „Steinernen Madonna“

25.09.1965           Weihe der ersten fünf Glocken

23.10.1966           Weihe der Christkönigsglocke

25.05.1967           Einweihung des Tabernakels

1969                Anbringung des Wandteppichs

1973                Sanierung des Kirchendachs

1984                Große Kirchenrestaurierung

09.05.1993      Einweihung der neuen Orgel

1994                Anbringung der Kreuzwegstationen

1995                Neues Ambo

01.01.2000      Im Rahmen der Zusammenlegung der Pfarreien neue Einstufung zur „Filialkirche“

 

 

 

 

Anfänge im Franz-Hitze-Haus

Noch ehe alles so richtig begann mit der Kirche und der Pfarrei St. Fronleichnam wurden hierzu bereits die Weichen durch die Errichtung des Franz-Hitze-Hauses *) in der Ohmstraße 77 gestellt, das am 19. September 1954 eingeweiht wurde „Zu Nutz und Frommen Deutscher Jugend als Jungmännerheimstatt“.

Schnell zeigte sich aber, dass nicht nur deutsche Jungmänner verschiedener Konfessionen, sondern auch viele junge Ausländer hier Unterkunft fanden. Im Zeitraum bis 1968 waren es fast 800 junge Männer, überwiegend in den nahen Industriebetrieben oder im Handwerk tätig, denen entsprechend den Richtlinien der kath. Heimstatt-Bewegung, „zur Behebung der durch Kriegsschäden entstandenen Jugendnot“, Aufnahme und Gemeinschaft im christlichen Geist geboten wurde.

Eine erste Heimstatt war das Haus dann auch bald für die Pfarrei, die inmitten der neu entstehenden Wohnungsgebiete erwachsen sollte, in denen innerhalb weniger Jahre rund 2.000 Katholiken einen neuen Lebensmittelpunkt gefunden hatten. In diesem Franz-Hitze-Haus fanden bis zum Bau der Kirche St. Fronleichnam nicht nur Gottesdienste statt, sondern das übrige Gemeindeleben spielte sich hier auch ab. Ergänzt wurde dies durch jeweils eine Sonntagsmesse in der Schule der belgischen Soldaten, in der sogar schon seit 1952 eine Seelsorgestelle eingerichtet war.

Durch erzbischöfliche Urkunde vom 20. November 1957 erfolgte mit Wirkung vom 01. Januar 1958  die Gründung der Pfarrei St. Fronleichnam „als abhängiges Rektorat“ durch Zuweisung von Teilgebieten der bisherigen Mutterpfarrei St. Bartholomäus (Urbach) und der Tochterpfarrei St. Michael (Eil).

Mit Einweihung des neuen Gotteshauses am Pfingstfest 1960 waren zwar keine Gottesdienste im bisherigen Provisorium mehr erforderlich, gleichwohl war das Franz-Hitze-Haus weiterhin noch Anlaufstelle für die unterschiedlichsten Aktivitäten, bis diese nach und nach in neuen Gebäuden -dem Kindergarten, dem Pfarrheim und der „OT“- stattfinden konnten.

 

* Franz-Hitze-Haus: Benannt nach Franz Hitze, einem kath. Priester und Professor für christliche Gesellschaftslehre in Münster, 1884 im Reichstag u. 1919/1920 in der Weimarer Nationalversammlung. Hatte großen Einfluss auf das Zustandekommen der deutschen Sozialgesetzgebung. Geboren 1851, gestorben 1921.